Urlaub

Aus 2 x 2 der Erziehung
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Kinder brauchen zumindest während den beiden ersten, alles entscheidenden Phasen der Erziehung an sich keinen Urlaub, der Alltag ist ihnen Abwechslung genug und am wohlsten fühlen sie sich sowieso in ihrer vertrauten Umgebung. Eltern hingegen haben häufig ganz andere Bedürfnisse. Das kann ein Zielkonflikt sein, dem Sie sich bewusst sein sollten. Eine Lösung könnte zum Beispiel sein, dass Ihre Kinder zu den Grosseltern dürfen, während Sie allein Urlaub machen.

Urlaubsplanung

Später kann der Familienurlaub aber zu einem unvergesslichen, gemeinsamen Erlebnis werden, jedenfalls wenn Sie diesen gut planen und ein paar Punkte beachten:

  • Vorrang der Bedürfnisse der Kinder: Sie können einen noch so attraktiven Ort wählen, das Design-Hotel kann noch so angesagt sein, wenn es den Kindern nicht gefällt, werden Sie keinen entspannten Urlaub haben! Umgekehrt werden Sie staunen, wie gut Sie sich erholen können, wenn es den Kindern wohl ist, weil ihre Grundbedürfnisse befriedigt sind.
  • Kooperation: Urlaub und vor allem dessen Planung sind ein wunderbares Übungsfeld für die Kooperation zwischen den Eltern und dem Kind. Gehen Sie als Erstes davon aus, dass Ihr Kind bereits von Natur aus kooperativ ist (schon bloss deshalb, weil es ganz genau weiss, dass es auf Sie angewiesen ist). Anfangs macht es ja sowieso alles mit, was Sie ihm beliebt machen. Irgendwann haben aber die meisten Kinder Wünsche zum Urlaub. Dann sollten Sie zusammen besprechen, wer sich was und warum vorstellt. Sie werden staunen, wie sehr Kinder auch auf Ihr Wohl Rücksicht nehmen können, wenn sie in die Entscheide miteinbezogen werden!
  • Kinderbetreuung: Ein guter Kompromiss im Familienurlaub kann auch eine Kinderbetreuung vor Ort sein. Als Alternative dazu könnten Sie auch mit einer befreundeten Familie am gleichen Ort Urlaub machen und sich gelegentlich mit der Kinderbetreuung abwechseln. Das ist günstiger und für die Kinder vertrauter, allerdings setzt es natürlich voraus, dass Sie sich auch als Eltern untereinander bereits gut verstehen.
  • Wiederholungen: Vor allem kleinere Kinder brauchen Wiederholungen. Das bestätigt ihr Vertrauen in den Lauf des Lebens. Gehen Sie also lieber immer wieder an den gleichen, vertrauten Ort, wo sich die Kinder schon etwas auskennen und womöglich sogar noch alte Bekannte wiedertreffen. Wenn Sie als Eltern eher die Abwechslung suchen, sollten Sie das eher auf später verschieben oder sich so einrichten, dass Sie auch einmal allein für ein paar Tage verreisen können.
  • Anreise: Schon aus Respekt gegenüber der Natur sind natürlich möglichst kurze Reisewege und öffentliche Verkehrsmittel zu bevorzugen. Und auch die Kinder fühlen sich so sehr viel wohler, als wenn sie stundenlang in einem Kindersitz angebunden ausharren müssen. So können Sie viel unnötigen Stress vermeiden und die Erholung beginnt schon mit der Reise.
  • Natur: Kindern genügt eine naturnahe Umgebung, in der sie sich austoben und Ihren Entdeckungstrieb ausleben können, völlig. Sie brauchen weder Freizeitpark noch Gourmet-Restaurant.
  • Kosten: Kinder brauchen weder speziellen Komfort noch professionelle Animation, die schnell ins Geld gehen können. Suchen Sie deshalb nach speziellen Familienangeboten, die erstens durchwegs günstiger sind und zweitens erst noch viel entspannter, da Sie keine Angst haben müssen, Ruhe suchende, alleinstehende Paare zu stören, dafür umso mehr Spielgelegenheiten für die Kinder finden werden.

Im Zweifel sollten Sie sich also immer für die Variante entscheiden, welche die Kinder bevorzugen. Denn Sie können sich immer nur insoweit erholen, als sich die Kinder wohlfühlen! Schliesslich ist die Zeit eher kurz, in der Kinder ganz andere Bedürfnisse haben als ihre Eltern. Schon mit dem Eintritt in die Schule werden Sie Ihre Kinder auch für Kulturelles interessieren oder sie in eine Ferienkolonie schicken können, sodass sich ganz neue Möglichkeiten eröffnen.

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