Missgeschicke: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Das Zweimalzwei der Erziehung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(2 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 3: Zeile 3:
 
{{Definition}}
 
{{Definition}}
 
Das Leben von Kindern ist zumindest [[Phasen der Erziehung|in den ersten Jahren]] voller echter und vermeintlicher Missgeschicke. Allerdings handelt es sich dabei aus der Sicht des Kindes lediglich um Erfahrungen, die ganz selbstverständlich zum [[Lernen des Kindes|Lernen]] dazugehören. Entscheidend ist deshalb, wie die Eltern mit den kleineren und grösseren "Unfällen" umgehen.
 
Das Leben von Kindern ist zumindest [[Phasen der Erziehung|in den ersten Jahren]] voller echter und vermeintlicher Missgeschicke. Allerdings handelt es sich dabei aus der Sicht des Kindes lediglich um Erfahrungen, die ganz selbstverständlich zum [[Lernen des Kindes|Lernen]] dazugehören. Entscheidend ist deshalb, wie die Eltern mit den kleineren und grösseren "Unfällen" umgehen.
 
{{top}}
 
 
==Lernen und Missgeschicke==
 
  
 
{{top}}
 
{{top}}
Zeile 28: Zeile 24:
  
 
===Mitlachen===
 
===Mitlachen===
Manchmal findet es das Kind schon selbst lustig, wenn ihm zum Beispiel etwas aus der Hand gefallen ist. Dann dürfen Sie natürlich mit ihm lachen, ohne dass es um ein [[Auslachen]] ginge.
+
Manchmal findet es das Kind schon selbst lustig, wenn ihm zum Beispiel etwas aus der Hand gefallen ist. Dann dürfen Sie natürlich mit ihm [[lachen]]. Der Pfad ist allerdings ein schmaler, allzu leicht kann das Mitlachen zu einem [[Auslachen]] werden.
  
 
{{top}}
 
{{top}}

Version vom 1. Dezember 2019, 19:24 Uhr



ARTIKEL IM AUFBAU / IN ÜBERARBEITUNG!



Bedeutung für die Erziehung

Das Leben von Kindern ist zumindest in den ersten Jahren voller echter und vermeintlicher Missgeschicke. Allerdings handelt es sich dabei aus der Sicht des Kindes lediglich um Erfahrungen, die ganz selbstverständlich zum Lernen dazugehören. Entscheidend ist deshalb, wie die Eltern mit den kleineren und grösseren "Unfällen" umgehen.

^ nach oben

Positive Reaktionen

Kinder lernen von selbst und wollen demnach auch die Folgen davon für sich beanspruchen. Und da für Kinder sowohl Erfolge als auch Misserfolge zunächst einmal gleichwertige Erfahrungen sind, können sie mit ihren unvermeidlichen Missgeschicken bestens umgehen (während Eltern gelegentlich mehr Mühe damit haben). Das können Sie nutzen, indem Sie dem Kind nicht nur seine Erfolge lassen, sondern es auch möglichst früh die Verantwortung tragen lassen.

Toleranz

Von Eltern wird im Umgang mit Kindern eine gewisse Toleranz gefordert: Der über den Tellerrand gefallene Brei kann zum Bespiel auch einmal auf dem Teppich landen und sollte deswegen nicht gleich Anlass sein, einen neuen anzuschaffen. Sie sollten als einerseits lernen, damit umgehen zu können und andererseits sich überlegen, wie Sie die Folgen von Missgeschicken in Grenzen halten können, indem Sie Ihre Wohnung entsprechend einrichten. Tolerieren bedeutet aber nicht etwa, dass Sie einfach alles bis in alle Ewigkeit hinnehmen. Sie dürfen dem Kind von Anfang an zeigen, dass da etwas daneben ging und was wo hingehört. So kann das Kind lernen, in welche Richtung es sich anstrengen soll.

^ nach oben

Ermuntern

In der Phase der Vertrauensbildung braucht das Kind sehr viel Bestätigung und Aufmerksamkeit. Ermuntern Sie es zum Beispiel, wenn ihm der Brei vom Löffel heruntergefallen ist, es nochmals zu versuchen und helfen Sie ihm erst, wenn es von sich aus nach Ihrer Hilfe verlangt. Das stärkt sein Selbstvertrauen ^ nach oben

Zumuten

In der Phase der Willensbildung braucht das Kind dann auch vermehrt Herausforderungen. Sobald es zum Beispiel schon selbständig vom Stuhl auf den Boden herabsteigen kann, können Sie ihm auch zumuten, dass es die heruntergefallene Gabel selbst wieder hochheben soll. Beginnen Sie schon früh, dem Kind nach und nach mehr Verantwortung für sein Handeln und sein Leben zu geben. Verantwortung Überbeben ist übrigens etwas ganz anders als Strafen. Das Kind soll lediglich die Folgen seines Missgeschicks erkennen und - so weit es dazu schon fähig ist - wieder beheben. Wenn es salis zum Beispiel ein Glas umwirft, kann es vielleicht noch nicht aufwischen, aber Sie könnten es auffordern, einen Lappen zu holen und ihm zeigen, was Sie tun. So kann es zum einen lernen und zum anderen wird es sich in Ihren Alltag einbezogen fühlen. Und schon bald wird es vielleicht von sich aus auf die Idee kommen, Ihnen im Haushalt mitzuhelfen. Auf diese Weise gewinnen beide!

^ nach oben

Mitlachen

Manchmal findet es das Kind schon selbst lustig, wenn ihm zum Beispiel etwas aus der Hand gefallen ist. Dann dürfen Sie natürlich mit ihm lachen. Der Pfad ist allerdings ein schmaler, allzu leicht kann das Mitlachen zu einem Auslachen werden.

^ nach oben

Negative Reaktionen

Missgeschicke mögen für Eltern gelegentlich ärgerlich sein, doch sollten Sie sich bewusst sein, dass sie für das Lernen erstens unumgänglich sind und sich das Kind zweitens alle Mühe gibt, dass ihm gelingt, was es anstrebt.

Vorwürfe

Verzichten Sie auf Vorwürfe. Kein Kind kommt von sich auf die Idee, seine Eltern zu ärgern oder gar zu manipulieren. Wenn dem Kind etwas nicht gelingt, verfolgt es damit keinerlei Absicht. Es braucht also wenn schon Ihre Unterstützung, indem Sie ihm zum Beispiel erklären, wie es besser oder einfacher ginge, die Kerze anzuzünden. Wenn Sie ihm hingegen vorwerfen, dass es das Streichholz falsch gehalten und sich deshalb die Finger verbrannt habe, wird es an Selbstvertrauen verlieren und sich beim nächsten Mal womöglich keinen Versuch mehr zutrauen. Ein Kind, das sich weh getan hat, braucht immer und sofort bedingungslosen Trost, sonst gar nichts.

^ nach oben

Spott

Erwachsene reagieren auf Missgeschicke von Kindern häufig belustigt....

^ nach oben

Belustigung

^ nach oben

Missachtung

^ nach oben

Erfolge und Missgeschicke

^ nach oben

Weiterführende Themen

^ nach oben

Übergeordnetes Prinzip

Selbstvertrauen (erstes Grundprinzip der Erziehung)


^ nach oben



ARTIKEL IM AUFBAU / IN ÜBERARBEITUNG!