Rache des Kindes

Aus 2 x 2 der Erziehung
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ARTIKEL IM AUFBAU / IN ÜBERARBEITUNG!




Mit Rache soll erfahrenes Unrecht vergolten werden. Kinder sind in den ersten Jahren noch vollkommen von der Sorge ihrer Eltern abhängig und deshalb besonders anfällig für widerfahrenes Unrecht. Das Unrecht der Eltern bezieht sich vor allem auf mangelnde Beachtung der Grundbedürfnisse des Kindes. Da sich das Kind gegen solches Unrecht nur sehr beschränkt wehren kann und es sich dadurch seinen eigenen Eltern ausgeliefert fühlt, können schnell Rachegelüste entstehen.

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Mögliche Ursachen

Rachegelüste sind typische Ersatzgefühle, das heisst Grundgefühle, meistens Wut oder Trauer des Kindes, die von den Eltern missachtet oder gar verachtet wurden. Damit Rachegelüste entstehen, braucht es also nebst dem widerfahrenen Unrecht immer noch eine Verletzung von Gefühlen.

Phase der Vertrauensbildung (bis etwa 2 Jahre)

Kinder kommen mit dem Vertrauen zur Welt, dass ihnen alles gegeben wird, was sie brauchen, das heisst, ihre Grundbedürfnisse immer und sofort befriedigt werden. Bleiben Grundbedürfnisse unbefriedigt und werden gleichzeitig auch noch Gefühle des Kindes verletzt, kann es zur Rachegelüsten kommen:

  • Nicht ernst nehmen: Wird das Kind in seinen Grundbedürfnissen nicht ernst genommen, indem es zum Beispiel nach einem Missgeschick ausgelacht oder gar verspottet wird, reagiert es je nach seiner Persönlichkeit mit Wut oder Trauer. Wird es dann auch noch sich selbst überlassen statt getröstet, kann schnell ein Teufelskreis entstehen.
  • Mangelnder Trost: Trost ist eines der wichtigsten Grundbedürfnisse des Kindes. Ganz unabhängig davon, was ihm aus welchem Grund weh tut: wenn es gehalten wird und es sich ausweinen darf, wird schon bald alles wieder vergessen sein. Wenn es aber stattdessen zum Beispiel bloss Vorwürfe der Eltern erhält, beginnt es an sich selbst zu zweifeln oder eben wütend zu werden.
  • Mangelnde Beachtung: Kinder brauchen vor allem während der Vertrauensbildung viel Beachtung und können schnell wütend werden, wenn sie einfach missachtet werden.
  • Missbrauch: Missbrauch kann zu schwersten Störungen führen, insbesondere Rachegelüsten, und zwar gerade auch dann, wenn die Erfahrungen verdrängt wurden und das Kind gar keine Erinnerungen mehr hat.

Vergelten können Kinder das widerfahrene Unrecht allerdings noch nicht wirklich, dazu fehlt ihnen in dieser Phase noch der konkrete Wille und wohl auch das Wissen, mit welchen Handlungen sie die erfahrene Unbill vergelten könnten. Immerhin haben sie aber bereits von Geburt an einen Lebenswillen, sodass sie protestieren können, wenn es um ihre Grundbedürfnisse geht. Wenn Sie zum Beispiel am Zeitung lesen sind und das Kind vergeblich Ihre Aufmerksamkeit sucht, könnte es auf die Idee kommen, Ihnen die Zeitung versuchen wegzureissen.

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Phase der Willensbildung (etwa 2 bis 4 Jahre)

Wenn das Kind beginnt seinen Willen zu entwickeln, in der Regel etwa im dritten Lebensjahr, werden Zusammenstösse mit den Eltern unausweichlich. Darauf sollten Sie gefasst sein und lernen angemessen zu reagieren. Als Erstes braucht das Kind genügend Herausforderungen, um mit dieser für das Leben so fundamental wichtigen Kraft umzugehen lernen. Und als Zweites müssen Sie ihm klare Grenzen setzen, wenn es zu weit geht. Das heisst allerdings nicht, dass Sie dabei Gewalt anwenden dürften:


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Sozialisation bis Pubertät (etwa 4 bis 16 Jahre)

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Mögliche Folgen

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Weiterführende Themen

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Übergeordnetes Thema

Willensbildung (zweite Phase der Erziehung)

Fragen und Feedback

Das "Zweimalzwei der Erziehung" ist zum Teil noch im Aufbau. Allfällige Fragen oder Feedback sind willkommen: Email

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