Störende Eltern

Aus Das Zweimalzwei der Erziehung
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ARTIKEL IM AUFBAU / IN ÜBERARBEITUNG!



Es sind nicht nur Kinder, die ihre Umgebung durch Lärm stören können, sondern mindestens so oft sind es Eltern, die ihre Kinder in ihrer Entwicklung stören. Allerdings geschieht das sehr viel subtiler, insbesondere wenn Kinder zum Beispiel in selbstverständlicher Ruhe und Konzentration am spielen sind und die Eltern aus irgendeinem unerfindlichen Grund auf die Idee kommen, dem Kind noch etwas anderes zeigen oder erklären zu müssen. Oder wenn das Kind gerade versucht, einen Bauklotz irgendwohin zu manövrieren, wo er gemäss der Spielanleitung nicht hingehört: Zack – und schon ist eine erwachsene Hand da, die meint eingreifen zu müssen.

Als Eltern sollten Sie sich in solchen Situationen besser in Gelassenheit üben und darauf vertrauen, dass das Kind selbst auf eine Idee kommt, wie es eine Aufgabe lösen kann! Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob es einen Umweg macht und zehn oder noch mehr Anläufe braucht – Hauptsache ist einzig, dass es die Herausforderung selbst schafft! Denn jede Unterbrechung durch eine noch so gut gemeinte Elternhand mindert die Konzentrationsfähigkeit und die Geduld. Demgegenüber stärkt die Erfahrung des Kindes, dass es etwas selbst herausgefunden hat, sein Selbstvertrauen und seinen Mut für Neues.

Vertrauen Sie dem Kind auch, dass es seinen eigenen Schlafrhythmus hat und diesen findet. Das beginnt vor allem damit, dass Sie das Kind dann und so lange schlafen lassen, wie es schlafen will. Wecken Sie das Kind also auf keinen Fall, bloss weil Sie meinen, dass es nun "Zeit ist". Auch sollten Sie Ihre Termine möglichst so planen, dass Sie deretwegen nicht das Kind wecken müssen. Das wird Sie zu Beginn zwar zugegebenermassen ziemlich einschränken, doch werden es sicher nicht bereuen: Je mehr Sie dem Kind seinen eigenen Rhythmus finden lassen, desto grosszügiger wird es später auf Ihre Wünsche Rücksicht nehmen können. Wenn Sie hingegen in den ersten Jahren dem Kind Ihren eigenen Rhythmus aufzudrängen versuchen, wird es regelmässig mit Widerstand reagieren. Denn Rhythmus ist ein Grundbedürfnis des Kindes, das zumindest in den ersten zwei bis vier Jahren absoluten Vorrang haben muss, ansonsten das Kind seine Kooperationsbereitschaft sehr schnell verliert, was sich ebenso schnell zu Lasten der Eltern auswirken wird.

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